Nach kurzer Einleitung wird das Publikum in eine laut blökende Schafherde verwandelt. Jetzt kann die erste Reihe den Vorhang öffnen und die Band beginnt zu spielen.
Unterstützt wird das Ganze von dem Schafechor aus dem Publikum.
“Möh Möh Möh,
klingt der Schafeohrwurmchor ...”
“Möh Möh Möh,
rundherum im Ohr ...”
Und schon kommen die ersten Schauspieler auf die Bühne!
Drei Kinder werden kurzerhand kostümiert und grasen
ab sofort als Schafe-Darsteller hinter dem Weidezaun.
Jetzt fehlen noch die Bühnenarbeiter.
Und die müssen “hart” arbeiten. Sie pflanzen Hecken, bauen Mauern auf und räumen die Kulissen wieder weg.
Einen Mangel an Freiwilligen gibt es jedenfalls nicht. Und Spass gemacht hat es auch.
Und wenn dann auch noch der Hauptdarsteller auf der Bühne ist, geht es richtig los.
Merino entdeckt ein Buch und beschließt auf Weltreise zu gehen. Er schleicht sich von der heimatlichen Weide und kriecht durch ein Loch in der Hecke.
Am nächsten Morgen wird er zum ersten Mal nicht vom Blöken seiner Herde, sondern vom Vogelchor aus dem Publikum geweckt.
Auf der Reise lernt er Freunde kennen, muss Abenteuer bestehen und macht zum Schluss sogar noch eine Kreuzfahrt.
Wie gut dass ein Wanderlied Mut für die lange Reise macht und er mit seinen neuen Freunden fröhliche Lieder singen kann.
Vor allem als die Sonne unerbittlich zu scheinen beginnt.
“Wenn man ein Schaf ist,
und die Sonne scheint! ...”
Natürlich findet Merino am Ende des Stückes zurück auf die heimatliche Weide. Beruhigt schläft er Kreis seiner Herde ein.
Zum Schluss verabschieden sich alle Schauspieler und Bühnenarbeiter vom Publikum und stimmen gemeinsam den Schafe-Schlafen-Kanon an.
“Schafe schlafen, Schafe schnarchen ...”
